Teenager mit Akne
Ernährung und Pflege: die halbe Miete bei Hautproblemen

29.03.2017

Kann die Haut körperliche Reaktionen spiegeln? Ja, wir kennen alle Phänomene wie „blass von Schreck“, „Gänsehaut“, „Aus-der-Haut-Fahren“ oder „unter die Haut gehen“.

Das Erwachsen-Werden ist mit zahlreichen seelischen und körperlichen Veränderungen verbunden. Dabei kann auch die Haut verrückt spielen. Viele Jugendliche neigen durch Hormonumstellungen zu Unreinheiten, Haut-Überempfindlichkeit oder Rötungen.

In dieser Zeit steigt die Talgdrüsentätigkeit über den normalen Wert. Sind die Talgdrüsen eng und verschlossen, bilden sich Komedonen. Wenn diese mit Bakterien besiedelt werden, kann es zu Entzündungen wie Pusteln führen.

Wie ernähre ich mich richtig?

Es ist wichtig zu verstehen, wie groß die Zusammenhänge zwischen Hautproblemen wie Akne und der Ernährung sind. Hormone werden stark vom Blutzuckerspiegel beeinflusst. Die Blutzucker-Steigerung führt zu einem Insulinausstoß, der wiederum zu einer erhöhten Androgen- und Talgproduktion führt. Dadurch verhornt die Haut umso mehr.

Es ist förderlich, dann auf kohlenhydrathaltige Lebensmittel zu verzichten. Auch Rohkost kann zu vermehrten toxischen Reaktionen führen. Ich empfehle im Rahmen einer gesunden Ernährung das kurze Blanchieren von Obst, Gemüse und Salaten, damit die enthaltenen Säuren abgeschwächt werden. Empfehlenswert sind auch milde Suppen.

Leider es ist auch während der Schulzeit nicht so leicht, sich gesund zu ernähren. Jugendliche stehen unter starkem Leistungsdruck. Von Kindesalter an gilt nur „Höher, Schneller, Weiter!“ 80 % der Schüler zwischen 11 und 15 Jahren empfinden, einer Studie zufolge, starken Druck in der Schule.

Wer Hautprobleme hat, sollte wissen, dass eine schlechte oder falsche Ernährung, der Genuss von Alkohol, Cola & Co. und zu wenig Bewegung bei Sonnenlicht vermehrt Giftstoffe ausschüttet. Das führt zu Hautentzündungen und Pusteln, da die Haut unser größtes Entgiftungsorgan ist.

Wie pflege ich mich richtig?

Da der Hautzustand von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich sein kann, sollte man sich an einen Hautarzt oder eine Kosmetikerin zu wenden. Hier wird ein individueller Pflegeplan zusammengestellt.

Es empfiehlt sich, anfangs alle zehn Tage eine kosmetische Ausreinigung durchzuführen zu lassen. Wenn die Empfehlungen zur Heimpflege und ergänzende Maßnahmen eingehalten werden, können Entzündungen stark reduziert werden.

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Natalia Heinrich-Braun

Autorin:
Natalia Heinrich-Braun von der Académie de Beauté in Heuchelheim
https://www.academie-de-beaute.de/

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