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28.09.2017
Heute ist dieses Wort in aller Munde. Jeder dieser Eltern erinnert sich selbst, wie Kindheit zum Ende des 20. Jahrhunderts war. Es wurde auf der Straße gespielt, Eltern bekamen nicht alles mit, Nachbarn schauten stärker hin, und es gab Uhrzeiten, zu denen man von der Straße wieder zu Hause war.
Warum sind wir heute so anders? Werden zu Kinderanimateuren, wenn andere Kinder zu Besuch sind? Kinder werden am Nachmittag zu Aktivitäten gefahren, Mütter mutieren zu Chauffeuren, und am Ende werden die Kinder von Soziologen „verinselt“ genannt.
Einerseits sind Kinder heute ersehnte Wunschkinder. Wie in jeder Generation versuchen Mütter und Väter den eigenen erlebten Mangel auszugleichen und stellen eine symbiotische Nähe zum Kind her. Viele von uns leben in Wohlstand und wollen ihrem Kind den Anschluss an das bieten, was sie für gesellschaftlich wichtig halten.
Andererseits leben wir mit der medialen Verunsicherung, die jeden mit einem irrealen Bild von permanenter Bedrohung erreicht. Ein Großteil an Motivation fällt unter die Überschrift „Zugehörigkeit“, zu einer Gesellschaft also, in der Mütter arbeiten wollen oder müssen. Mütter, die ständig austarieren, ob ihr Einsatz auch reicht. Zugehörigkeit zu einer Zeit, die immer mehr Bedeutung der medialen Erreichbarkeit zuschreibt. Da entsteht schon mal das ein oder andere schlechte Gewissen, das eine Motivation sein kann, dem Kind alles abzunehmen.
Beim Kind selbst kommt dieser Schutz als nicht vorhandenes Vertrauen an – in die Kompetenz eines Kindes, aus Fehlern zu lernen, aus Langeweile etwas zu entwickeln, aus eigenen Erfolgen Selbstvertrauen zu entwickeln und Misserfolge aushalten zu lernen.
Das Zauberwort ist Loslassen, den eigenen Ängsten zu begegnen und damit den Hubschrauber zu landen.
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Autorin:
Ulrike Vordemfelde ist Gestalttherapeutin und Teamcoach und Mutter von drei Töchtern.
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