Eine Hand mit einer brennenden Wunderkerze

Foto: © pixabay.de

„Ich möchte, dass Corona aufhört.“

02.02.2022

Diesen Satz habe ich in der Woche vor Silvester ganz häufig gehört und gelesen. Ein Wunsch, den viele Kinder und Jugendliche geäußert haben, als sie nach ihren Wünschen für das neue Jahr gefragt wurden.

Viele von uns Erwachsenen sehnen sich ebenfalls danach. Die letzten beiden Jahre waren anstrengend. Die vor uns liegende Zeit erfüllt Kleine und Große mit Sorgen. Wie lange geht das noch weiter mit Corona und seinen Varianten? Nicht mehr ungezwungen Freundinnen und Freunde treffen, nicht einfach mal im Verein Sport treiben, wie wir es gewohnt waren, Beschränkungen und Ermahnungen machen uns zu schaffen. Kindern und Erwachsenen!

In den letzten Monaten haben wir uns alle sehr viel mehr mit dem Thema „Krankheit“ beschäftigt als in den Jahren zuvor. Oft ist mir in den letzten Monaten der Gedanke gekommen, was für ein großes Geschenk es doch ist, wenn wir gesund durch unser Leben gehen können. Wenn wir uns nicht viel Gedanken um unsere Gesundheit machen müssen.

Und ich musste dann an die Menschen denken, denen diese Leichtigkeit nicht gegönnt ist. An Menschen, die chronisch krank sind. Ich kenne eine Frau, die sich seit Jahren mit einer chronischen Krankheit herumschlägt und sie bewundernswerterweise in ihr Leben integriert und ihre Fröhlichkeit dadurch nicht verloren hat.
Ich weiß aber auch, dass das nicht allen Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen gelingt, die chronisch krank sind. Und das kann ich gut verstehen. Umso wichtiger ist es, dass wir alle sehr aufmerksam und solidarisch miteinander umgehen.

„Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden.“ So fordert einer der Briefeschreiber der Bibel seine Mitmenschen auf. Ich schreibe diese Gedanken am Anfang eines neuen Jahres auf, von dem wir nicht wissen, was es bringt. Meine Hoffnung und mein Wunsch ist es – und dazu können wir alle unseren Beitrag leisten – dass wir unsere Mitmenschen im Blick behalten. Dass wir schauen, wie es ihnen gerade geht und was sie von uns brauchen. Hoffentlich sind es viele Situationen, in denen wir miteinander lachen und uns miteinander freuen können, aber es werden auch Zeiten mit dabei sein, wo es wichtig sein wird, dass wir uns Zeit nehmen zuzuhören, mit zu weinen oder einander Mut zuzusprechen.

Ich wünsche uns, dass wir die Erfahrung machen können, dass ein kleines Zeichen der Solidarität große Wirkung erzielen kann. In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein hoffnungsvolles und zuversichtliches Jahr 2022.

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Alexander Klein

Autor:
Alexander Klein, evangelischer Stadt­jugendpfarrer Gießen
www.stadtjugendpfarramt-giessen.ekhn.de

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