Foto: © Max Mustermann
Wie Kinder im Wald wachsen

26.09.2018

Kinder leben in einer Fantasiewelt, die ihnen hilft die Welt, in der sie leben zu analysieren, zu erproben und zu verstehen. Im Spiel verarbeiten sie ihre Erfahrungen und versuchen diese mit ihrer Wirklichkeit in Einklang zu bringen.

Oft spielen Kinder Dinge, die sie besonders bewegen nach und geben ihnen in ihrer Fantasie einen anderen – meist positiven – Ausgang. Das macht ihnen Mut und stärkt das Selbstwertgefühl.

Der Wald gibt den Kindern nichts vor, sondern lässt ihnen den Raum den sie brauchen, um diese Erfahrungen zu verarbeiten. Er bietet eine Fülle an ungestaltetem Material, das Kinder in ihrem Spiel nutzen können. Gegenstände wie Äste oder Steine werden von den Kindern zu Alltagsmaterialien umgedeutet und für ihr Spiel genutzt. Dabei kann ein Ast mal ein Hammer sein und mal ein Kochlöffel, nichts ist vorgegeben oder festgelegt. Diese Offenheit lässt viel Raum für kindliche Fantasie.Nicht umsonst ist der Wald Schauplatz vieler Märchen und Geschichten. Überall warten Abenteuer, die zu bestehen sind.

Dabei hat jedes Kind sein eigenes Tempo und entscheidet selbst, was es sich zutraut. Ist der große Baumstamm dort ein furchterregendes Ungeheuer oder doch vielleicht ein Hund, den ich streicheln kann? Wie weit ist der Graben, über den ich springe?

Kinder wachsen an ihren Herausforderungen, ob groß oder klein. Die Fantasie bietet den Kindern Herausforderungen, aus denen sie gestärkt hervorgehen. Dabei erfahren sie ihre eigenen Grenzen und die der anderen. Im Wald können Abenteuer erlebt und bewältigt werden. Es gibt immer wieder Neues zu entdecken und zu erforschen. Das aktive Handeln gibt Kindern das Gefühl, Einfluss auf das Geschehen zu haben und selbstwirksam zu sein. Dieses Gefühl ist ein wichtiger Grundstein in ihrer emotionalen Entwicklung.

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Angela Marx

Autorin:
Angela Marx ist Erzieherin mit Studium der Kindheitspädagogik in Gießen, wohnt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Solms

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