Foto: © Max Mustermann
Wiedereinstieg: Bereit für neue Wege?

Anzeige – 31.01.2018

Sie haben nach dem Ende ihrer Ausbildung/Studium noch ein bis zwei Jahre in ihrem erlernten Beruf gearbeitet.  Mit der Geburt der Kinder kam vielfach die familienbedingte Auszeit vom Beruf.

Zum Zeitpunkt, wenn der berufliche Wiedereinstieg geplant wird, liegen vor vielen Frauen noch rund 20 Jahre, in denen sie erwerbstätig sein und neue berufliche Perspektiven entdecken können.  Nachfolgend werfen wir einen Blick auf wichtige Fragen und Themen des Wiedereinstiegs.

Was motiviert zum beruflichen Wiedereinstieg?
Die finanzielle Sicherung im Alter ist ein wichtiger Grund. Eine möglichst vollzeitnahe sozialversicherungspflichtige Beschäftigung oder eine existenzsichernde Selbstständigkeit ist die beste Methode, um sich Rentenansprüche zu erwirtschaften und die Altersarmut vermeiden. Ein wichtiges Motiv für die Rückkehr in die Erwerbstätigkeit ist die Selbstverwirklichung im Beruf, der auch wichtig für das Selbstwertgefühl ist.

Soll ich in meinen „alten“ Beruf wiedereinsteigen?
In der Familienphase lernen sich viele Frauen (und zunehmend Männer) von einer anderen Seite kennen, entwickeln zusätzliche Kompetenzen und entdecken neue Themenfelder für sich. Diesen Erfahrungsschatz können sie vielfach auch beruflich nutzen.

Bin ich noch auf der Höhe der Zeit?
Wer sich in der Familienphase nicht auf dem Laufenden gehalten hat, muss sich nun über Entwicklungen im eigenen Berufsfeld informieren. Welche beruflichen Qualifikationen bringe ich aktuell mit? Welche kann ich noch erwerben, um meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen? Wer könnte die Kosten dafür übernehmen?

Wie bewirbt man sich heute?
Für das Gelingen des Wiedereinstiegs ist es wichtig, die Familienzeiten selbstbewusst in Bewerbung und Vorstellungsgespräch darzustellen, zu sich selbst zu stehen.  Bei der Suche nach einem Arbeitsplatz ist eine gute Vernetzung auf jeden Fall günstig, denn vielfach erfährt man so von offenen Stellen.

Auf was sollte ich im Vorstellungsgespräch achten?
Ein Arbeitgeber wünscht sich klare Angaben, wie viel Zeit und Engagement Sie einbringen können und wie Sie Ihren beruflichen Wiedereinstieg eventuell schrittweise gestalten wollen.

Wie wird sich die Aufnahme meiner Berufstätigkeit auf die Familie auswirken?
Fast alle beruflichen Wiedereinsteiger sehen den Neustart im Beruf gleichzeitig als Beginn einer neuen Aufgabenverteilung in der Familie. Frauen und Männer sind gefordert, ihre beruflichen Ziele und Wünsche (rechtzeitig) zu formulieren und zu besprechen, um sie aufeinander abstimmen und sich gegenseitig unterstützen zu können.

Der gesellschaftliche Kontext
Jede Person, die die Herausforderung annimmt und sich erfolgreich beruflich positioniert, trägt dazu bei, dass Lebensläufe mit Familienphasen im Berufsleben selbstverständlicher werden.  Aus Gesprächen mit Personalleitungen wissen wir, dass die Schwierigkeit, gutes Personal zu finden, in vielen Branchen sehr präsent und aktuell ist. Wer sich für berufliche Wiedereinsteiger entscheidet, gewinnt Menschen mit Lebenserfahrung, die in einer Familienphase viel an Persönlichkeit gewonnen haben. Unsere Beobachtung zeigt: Sie sind oft gelassener, reflektierter, können besser mit Druck umgehen, ihre Zeit gut einteilen und sind zumeist hoch motiviert.

Wo finde ich Unterstützung?
Professionelle Beratung hilft, den Prozess des Wiedereinstiegs zu gestalten.  Die örtlichen Arbeitsagenturen, die ESF-Standorte im Rahmen des Bundesprogramms „Perspektive Wiedereinstieg – Potenziale erschließen“ und weitere Beratungsstellen vor Ort unterstützen Wiedereinsteiger. Zu diesen Angeboten vor Ort zählt der PWE-Kurs, der in der Lahn-Dill-Region angesiedelt wurde Kursort ist in Wetzlar, Lahnstr. 9.

Kontaktaufnahme zum Träger MBV e.V., Ansprechpartner Joe Daube: Tel. 0152-22860730

Anzeige

Anzeige der Gießener Allgemeinen

Anzeige

Anfassen erlaubt!

Anfassen erlaubt!

Das Frankfurter EXPERIMINTA ScienceCenter ist ein Zentrum des Wissens und des Lernens,
in dem große und kleine Besucherinnen und Besucher Ausstellungsstücke anfassen und an allen Stationen auch selbst experimentieren dürfen.

Johanna Sieberg

Autorin:
Johanna Sieberg ist Diplompädagogin, Schwerpunkt Außerschulische Erwachsenenbildung, Mitarbeiterin beim Mittelhesssichen Bildungsverband e.V. im Projekt PWE in Wetzlar
https://www.perspektive-wiedereinstieg.de/

Weitere interessante Beiträge für dich:

Mein Kind hat eine Lieblingsseite

Viele Eltern von Säuglingen oder Kleinkindern stellen fest, dass ihr Kind eine bevorzugte Seite zum Schlafen, Liegen oder Kopfhalten hat und fragen sich, ob dies so in Ordnung ist.

Pin It on Pinterest

Share This