Kinder auf Fahrrädern

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Worauf muss man beim Rad-Kauf achten?

30.03.2021

Nicht nur Schuhe und Klamotten werden zu klein! Im Frühjahr ist oft die Neuanschaffung eines Kinderfahrrads notwendig. Hier ein paar Experten-Tipps für das erste, zweite oder dritte Fahrrad von Benjamin Ulm:

Was ist das Wichtigste beim Kinderfahrradkauf?
Auf jeden Fall aufs Gewicht achten. Es gibt bei manchen Fahrradmodellen Unterschiede von bis zu 3 Kilogramm, und das macht einiges aus. Das Verhältnis ist ungefähr so, als würden Erwachsene mit einem Mofa Fahrrad fahren. Das macht keinen Spaß. Auf leichten Kinderrädern bekommt das Kind mehr Fahrgefühl und hat auch bessere Kontrolle darüber.

Wie bestimmt man die richtige Größe für ein Kind?
Zunächst geht man am besten von der Innenbeinlänge des Kindes aus, das ist viel genauer als die Körpergröße oder das Alter. Dazu einfach ein Buch nehmen und vorsichtig in den Schritt bis ganz oben schieben und dann vom Boden messen bis zur Oberkante des Buches (ohne Schuhe). Wenn man es ganz genau machen möchte, nimmt man eine Wasserwaage, dann sieht man gleich, ob man gerade hält. Hochwertige Hersteller geben in der Regel die Innenbeinlänge von jeder Radgröße an. So kann man gut vergleichen.

Ist denn eine Probefahrt dann noch nötig?
Unbedingt! Denn das macht später aus, ob das Kind mit dem Rad gut zurechtkommt oder nicht. Das Kind in jeden Fall fragen, womit es besser fahren kann, wenn man mehrere zur Auswahl hat. Kinder entscheiden sich meistens nach dem Aussehen und das sollte hinten angestellt werden. Zuerst das passende Rad finden und dann die Wunschfarbe und Zubehör. Bei guten Herstellern kann das Zubehör und die Wunschfarbe gewählt werden – in jeder Größe.

Wie lange kann mein Kind das Rad fahren?
Das ist die schwierigste aller Fragen. Das ist nämlich einfach abhängig, wie schnell das Kind wächst. Das kann ein Jahr dauern, vielleicht aber auch drei. Im Schnitt sind es aber etwa zwei Jahre je nach Größe.
Wenn Geschwisterkinder nachkommen, ist das ideal, die können dann die Räder gut weiternutzen. Hochwertige Kinderräder bekommt man aber auch immer prima gebraucht verkauft.

Was gibt es sonst noch zu beachten?
Nicht zu groß kaufen! Man will zwar, dass das Rad lange hält, das Kind kann aber schnell den Spaß am Radfahren verlieren, wenn es damit nicht zurechtkommt. Wenn das Rad dann in der Ecke steht, war das ein teurer Spaß.

Auf Federgabeln verzichten, wenn es keine leichten Modelle sind (die meisten sind nicht leicht). Kinder brauchen das noch nicht zwingend, hier kann man Gewicht sparen. Genauso wie möglichst viele Gänge. Ich höre das immer wieder „Ich will mindestens so viele Gänge haben“. Kinder sind schnell mit der Technik überfordert und nutzen nur wenige Gänge. Deswegen lassen gute Hersteller die Überzahl der Gänge einfach weg, es reicht trotzdem völlig aus.

Vielen Dank für das Interview!

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Benjamin Ulm

Unser Interview-Partner:
Benjamin Ulm ist Meister in Zweiradmechanik und Inhaber eines Fahrradgeschäftes in Rechtenbach. Er gibt gerne Tipps für den Kinderfahrradkauf.
www.bikeservicecenter.com

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